Pasteurellosis
Pasteurella multocida infection
Auch bekannt als: Snuffles, Pasteurella multocida infection
Kurz gesagt
Pasteurellosis, commonly known as 'snuffles,' is a highly contagious bacterial infection in rabbits caused by Pasteurella multocida. It primarily targets the respiratory tract but can spread throughout the body. While manageable, the bacteria are difficult to eradicate completely, making early veterinary intervention and stress reduction essential.

TL;DR. Pasteurellose, auch „Schnupfen“, ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektion bei Kaninchen mit Atemwegszeichen, Augenausfluss und Abszessen; wegen der Rückfallneigung ist oft langfristige tierärztliche Betreuung nötig.
Eine saubere, gut belüftete Haltung ist essenziell zur Vorbeugung und Kontrolle der Pasteurellose.
Was ist das?
Pasteurellose ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektion beim Kaninchen durch Pasteurella multocida. Umgangssprachlich heißt sie oft „Schnupfen“ wegen des feuchten, schniefenden Atmens. Sie zählt zu den häufigsten und hartnäckigsten Infektionskrankheiten von Hauskaninchen.
Kaninchen sind obligate Nasenatmer. Entzündung, Schwellung oder Schleim in den Nasengängen beeinträchtigen die Atmung stark. Pasteurella multocida besiedelt vor allem Nasenhöhle und Nebenhöhlen, kann aber opportunistisch und invasiv in Lunge, Mittel- und Innenohr, Tränenwege und Augen wandern oder über die Blutbahn tiefe Abszesse und Septikämie auslösen.

Die anatomische Verbindung von Nase, Augen und Ohren erleichtert die Ausbreitung von Pasteurella.
Ursachen und Risikofaktoren
Ursache ist die Übertragung von Pasteurella multocida durch direkten Kontakt, Aerosoltröpfchen beim Niesen oder kontaminierte Oberflächen (Näpfe, Tränken, Einstreu).
Viele Kaninchen sind subklinische Träger ohne sichtbare Zeichen. Stress und Umweltfaktoren können die Balance stören:
- Umweltstress: Temperatursprünge, Zugluft, hohe Luftfeuchte, schlechte Belüftung.
- Schlechte Hygiene: Ammoniak aus Urin reizt die Nasenschleimhaut und erleichtert die Invasion.
- Überbesatz: mehr Stress und schnellere Übertragung.
- Ernährungsmängel: unzureichendes Heu und Nährstoffe schwächen die Abwehr.
- Begleiterkrankungen: Zahnprobleme oder Parasiten belasten die Reserven.
Es gibt keine dokumentierten Rasseprädispositionen; jede Hauskaninchenrasse kann erkranken.
Anzeichen, auf die man achten sollte
Kaninchen verbergen Krankheit oft lange. Achten Sie auf:
- Niesen (kardinal): häufige, feuchte Niesanfälle.
- Mukopurulenter Nasenausfluss (kardinal): dicker, weiß-gelber Schleim aus den Nüstern.
- Konjunktivitis (häufig): Rötung, Schwellung, wässriger oder eitriger Augenausfluss über die Tränenwege.
- Verklebtes Fell an den Vorderpfoten (häufig): Abwischen von Nase und Augen hinterlässt feuchtes, verfilztes Fell an den Innenseiten der Vorderbeine.
- Kopfschiefhaltung (gelegentlich): Ausbreitung in Mittel- oder Innenohr (Otitis media/interna).
- Dyspnoe (gelegentlich): schwere, offene Maulatmung. Notfall (Pneumonie oder vollständige Nasenverlegung).
- Subkutane Abszesse (gelegentlich): feste Knoten; Kanincheneiter ist dick und käsartig und drainiert schlecht von allein.

Verklebtes Fell an den Vorderpfoten ist ein klassisches Zeichen von „Schnupfen“ durch Abwischen von Nasenausfluss.
Wie Tierärzte diagnostizieren
Untersuchung und gezielte Tests sind nötig, weil Bordetella, Pseudomonas oder Zahnerkrankungen ähnliche Zeichen machen können.
- Tiefer Nasenabstrich mit Kultur und Empfindlichkeit [GOLDSTANDARD]: Steriler Tupfer tief in die Nasenhöhle, oft unter leichter Sedierung. Oberflächenabstriche der äußeren Nüster sind wenig aussagekräftig. Die Kultur identifiziert den Stamm und die wirksamen Antibiotika.
- PCR auf Pasteurella multocida: hochempfindlicher DNA-Nachweis, auch bei geringer Keimzahl oder nach Antibiotikastart.
- Schädelröntgen: bei Kopfschiefhaltung, chronischem Ausfluss oder Zahnverdacht. Beurteilung von Mittelohren (Bullen), Zahnwurzeln und strukturellen Schäden.

Schädelröntgen hilft bei der Beurteilung von Mittelohren und Zahnwurzeln bei tiefer Infektion.
Behandlungsoptionen
Lange, gezielte Antibiotikatherapie ist nötig. Die Antibiotikawahl ist bei Kaninchen kritisch für den Darm.
Erstlinientherapie
- Enrofloxacin (Fluorchinolon): breites Spektrum, gute Gewebegängigkeit, oral oder injizierbar.
- Sulfadiazin/Trimethoprim und Sulfamethoxazol/Trimethoprim (potenzierte Sulfonamide): oft darmverträglich und für längere Kur geeignet.
Zweitlinientherapie
- Penicillin G: wirksam gegen Pasteurella multocida, aber nur subkutan (parenteral).
Kritische Warnung: Penicillin und verwandte Mittel (z. B. Amoxicillin, Ampicillin) niemals oral beim Kaninchen. Orale Gabe zerstört nützliche grampositive Blinddarmflora und kann rasch tödliche Enterotoxämie auslösen.
Supportiv
- Vernebelung: Kochsalz (ggf. verordnete Zusätze) zum Lösen dicken Sekrets.
- Entzündungshemmer: NSAIDs bei Schmerzen und Schwellung, nach tierärztlicher Vorgabe.
- Ernährung: bei Appetitlosigkeit Spritzenfütterung mit faserreicher Recovery-Formel gegen GI-Stase.
Prognose
Die Prognose ist vorsichtig bis mäßig. Klinische Zeichen lassen sich oft kontrollieren, die vollständige Eradikation aus den Atemwegen ist jedoch schwierig. Viele Tiere bleiben Träger und können bei Stress rückfällig werden. Langfristiges Umweltmanagement und Überwachung sind oft nötig.
Vorbeugung
- Quarantäne: neue Kaninchen mindestens vier Wochen isolieren.
- Belüftung: gut belüftete Gehege; keine stickigen Glasterrarien, die Ammoniak halten.
- Hygiene: Toiletten täglich; Näpfe und Tränken regelmäßig reinigen.
- Stressreduktion: stabile Routine, Verstecke, unbegrenztes Grasheu, Blattgemüse und begrenzte hochwertige Pellets.
- Umwelt: extreme Temperaturschwankungen, Zugluft und Nässe meiden.
Wann den Tierarzt rufen
Bei mildem Niesen, klarem Ausfluss oder tränenden Augen einen Termin vereinbaren.
Sofortige Notfallversorgung bei:
- schwerer Atmung, Keuchen oder Maulatmung
- plötzlicher, starker Kopfschiefhaltung
- kompletter Futterverweigerung über mehr als 12 Stunden
- extremer Lethargie oder Unfähigkeit zu stehen
- blauen oder blassen Schleimhäuten
Quellen
- Klinische Leitlinien und Standardprotokolle der exotischen Kleinsäugermedizin (Veterinärkonsens).
My highlights & notes
Anzeichen & Symptome
Diagnose
- Deep nasal swab culture and sensitivityGoldstandard
- PCR for Pasteurella multocida
- Skull radiographs
Behandlungsansätze
Behandlungen müssen von einem approbierten Tierarzt verordnet werden. Konkrete Dosierungen werden absichtlich nicht angezeigt.
Häufige Fragen
What is Pasteurellosis?
Pasteurellosis, commonly known as 'snuffles,' is a highly contagious bacterial infection in rabbits caused by Pasteurella multocida. It primarily targets the respiratory tract but can spread throughout the body. While manageable, the bacteria are difficult to eradicate completely, making early veterinary intervention and stress reduction essential.
What are the symptoms of Pasteurellosis?
Mucopurulent nasal discharge、Sneezing、Conjunctivitis (pink, irritated eye)、Matted fur on forepaws、Difficulty breathing (dyspnea)、Head tilt、Subcutaneous abscesses
How is Pasteurellosis diagnosed?
Deep nasal swab culture and sensitivity、PCR for Pasteurella multocida、Skull radiographs
How is Pasteurellosis treated?
Behandlungen müssen von einem approbierten Tierarzt verordnet werden. Konkrete Dosierungen werden absichtlich nicht angezeigt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keinen tierärztlichen Rat. Bei Krankheit bitte einen Tierarzt aufsuchen.
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