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HealthDog3 min read

Nieren- und Harnwegsgesundheit beim Neufundländer

Dieser Leitfaden hilft Haltern von Neufundländern, Anzeichen von Harnwegs- und Nierenproblemen zu erkennen. Er bietet praktische Schritte zur Beobachtung zu Hause und erklärt, was bei der tierärztlichen Untersuchung zu erwarten ist.

Kurze Antwort

Neufundländer neigen zu bestimmten Harnwegs- und Nierenerkrankungen, darunter die Bildung von Cystinsteinen und primäre Nierenerkrankungen. Indem Sie Veränderungen beim Wasserlassen, beim Energielevel und beim Appetit beobachten, können Sie gemeinsam mit Ihrer Tierarztpraxis diese Risiken wirksam managen. Früherkennung ist der wichtigste Faktor für die Lebensqualität Ihres Hundes.

Urolithiasis (Harnsteine)

Urolithiasis bezeichnet die Bildung von Steinen im Harntrakt. Beim Neufundländer ist das eine anerkannte Rassentendenz, insbesondere hinsichtlich Cystin-Urolithen. Diese Steine entstehen, wenn sich Cystin – eine Aminosäure – im Urin anreichert und kristallisiert. Das ist in der Rasse gut bekannt; es gibt einen genetischen Mutationstest, um Hunde zu identifizieren, die das Merkmal tragen können.

Zu Hause bemerken Sie möglicherweise, dass Ihr Hund beim Urinieren pressiert, nur kleine Mengen absetzt oder Unbehagen bzw. Schmerzen zeigt. Auch Blut im Urin kann vorkommen. Bei diesen Anzeichen führt die Tierärztin oder der Tierarzt eine körperliche Untersuchung durch und nutzt oft Bildgebung (Röntgen oder Ultraschall), um nach Steinen zu suchen. Eine Urinuntersuchung ist essenziell für Kristalle und Infektionszeichen. Die Dringlichkeit hängt davon ab, ob der Hund noch urinieren kann. Kann er überhaupt nicht urinieren, handelt es sich um einen medizinischen Notfall mit sofortigem Handlungsbedarf.

Chronische Nierenerkrankung

Chronische Nierenerkrankung bedeutet den allmählichen Verlust der Nierenfunktion über die Zeit. Beim Neufundländer steht sie im Zusammenhang mit primären Glomerulopathien – Erkrankungen der Filtereinheiten der Niere. Das ist eine anerkannte Rassentendenz; der Vererbungsweg ist jedoch nicht abschließend geklärt.

Frühe Anzeichen einer Nierenerkrankung sind oft unauffällig. Sie bemerken vielleicht, dass Ihr Hund mehr trinkt als üblich oder häufiger uriniert. Mit Fortschreiten können Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder stumpfes Fell auftreten. Die Praxis misst mit Bluttests Nierenwerte und prüft mit einer Urinuntersuchung, wie gut die Nieren konzentrieren. Blutdruckmessung gehört ebenfalls zur Standardbewertung, da Bluthochdruck eine häufige Komplikation ist.

Checklist0/5
Was ist der häufigste Fehler von Haltern?
Abzuwarten, ob die Symptome von selbst verschwinden. Weil Harnwegs- und Nierenprobleme rasch fortschreiten können, macht ein verzögerter Tierarztbesuch die Behandlung oft schwieriger und teurer. Bei Veränderungen der Ausscheidungsgewohnheiten lieber auf Nummer sicher gehen.
Wie entscheidet die Tierarztpraxis, ob etwas dringend ist?
Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Fähigkeit, Abfallstoffe auszuscheiden, und dem allgemeinen Zustand. Ist der Hund lethargisch, erbricht er oder kann er nicht urinieren, hat der Körper Mühe, Giftstoffe zu entsorgen – dann sind sofortige Diagnostik und unterstützende Versorgung nötig.

Ihren Neufundländer beobachten

Ein gesunder Body-Condition-Score ist für den Neufundländer entscheidend. Übergewicht belastet den Körper zusätzlich – auch die Nieren. Regelmäßige Haut- und Fellkontrollen helfen, Dehydratationszeichen zu erkennen, etwa Haut, die nach sanftem Anheben nicht schnell zurückfedert. Eine Verhaltens-Baseline ist ebenfalls hilfreich: Wenn Sie wissen, was bei Ihrem Hund normal ist, merken Sie zuerst, wenn etwas nicht stimmt – etwa plötzliches Desinteresse am Spiel oder ein Temperamentswechsel.

My highlights & notes

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keinen tierärztlichen Rat. Bei Krankheit bitte einen Tierarzt aufsuchen.

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