Immunvermittelte Blutkrankheiten beim English Cocker Spaniel verstehen
Dieser Leitfaden hilft Halterinnen und Haltern von English Cocker Spaniels, frühe Warnzeichen immunvermittelter Bluterkrankungen zu erkennen. Wer die Gesundheit zu Hause überwacht, kann bei Symptomen schnell handeln.
Kurze Antwort
English Cocker Spaniels haben eine anerkannte Neigung zu immunvermittelter hämolytischer Anämie und immunvermittelter Thrombozytopenie. Diese Erkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem die eigenen Blutzellen fälschlich angreift. Weil sie rasch fortschreiten können, sollten Halterinnen und Halter lernen, Zahnfleischfarbe und Haut auf Blutergüsse oder Blutungen zu prüfen. Frühes Erkennen ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Immunvermittelte hämolytische Anämie
Die immunvermittelte hämolytische Anämie (IMHA) ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem die eigenen roten Blutkörperchen zerstört. Das ist eine anerkannte Tendenz der Rasse. Werden rote Blutkörperchen schneller abgebaut, als der Körper sie ersetzen kann, wird der Hund anämisch: Es fehlen gesunde Zellen zum Sauerstofftransport.
Zu Hause bemerken Sie vielleicht ungewöhnliche Trägheit oder Bewegungsunlust und sogar Hecheln in Ruhe. Die zuverlässigste Möglichkeit, Anämie zu Hause einzuschätzen, ist die Zahnfleischfarbe. Gesundes Zahnfleisch ist kräftig kaugummirosa. Bei IMHA kann es blass, weißlich oder bei starkem Abbau leicht gelblich wirken. Bei blassem Zahnfleisch führt die Tierärztin oder der Tierarzt eine Untersuchung und Bluttests durch, um die Zahl der roten Blutkörperchen zu bestimmen und Abbauzeichen zu suchen.
Immunvermittelte Thrombozytopenie
Die immunvermittelte Thrombozytopenie (ITP) entsteht, wenn das Immunsystem Blutplättchen zerstört – Zellen, die die Blutgerinnung unterstützen. Auch das ist eine anerkannte Tendenz der Rasse. Fehlen genug Plättchen, kann der Hund spontan bluten oder Blutergüsse bekommen.
Achten Sie auf kleine, nadelspitzgroße rote oder violette Punkte an Haut oder Zahnfleisch, sogenannte Petechien. Auch Blutergüsse am Bauch oder in den Ohren sind möglich. Manchmal ist Blut im Urin oder Kot sichtbar, oder eine kleine Schramme blutet lange nach. Die Tierärztin oder der Tierarzt bestätigt eine niedrige Thrombozytenzahl per Blutbild. Zeigt der Hund diese Zeichen, ist es ein Notfall.
Notfallbereitschaft und Versorgung
Bei immunvermittelten Erkrankungen zählt jede Stunde. Der Gesundheitszustand kann sich binnen weniger Stunden ändern. Der häufigste Fehler ist abzuwarten, ob Symptome von selbst besser werden. Ist der Hund träge, hat blasses Zahnfleisch oder Blutergüsse, holen Sie sofort tierärztliche Hilfe.
Häufig gestellte Fragen
Kann man diese Erkrankungen vorbeugen?
Wie entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt, ob es ein Notfall ist?
Sind diese Erkrankungen erblich?
Soll ich das Zahnfleisch meines Hundes jeden Tag prüfen?
My highlights & notes
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keinen tierärztlichen Rat. Bei Krankheit bitte einen Tierarzt aufsuchen.
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